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Pablo Picasso
![[Plakat: "Pablo Picasso", 1982]](200.jpg)
Maler, Graphiker, Bildhauer
- 1881
- 25. Oktober: Pablo Picasso (eigtl. Pablo
Ruiz y Picasso) wird als Sohn des Malers José Ruiz Blasco und dessen
Frau María Picasso López in Málaga geboren.
- 1896
- Besuch der Kunstschule in Barcelona.
- 1897
- Studium an der Academia San Fernando in
Madrid.
- 1900
- Veröffentlichung von Illustrationen durch
Zeitungen in Barcelona.
- Erste Paris-Reise.
- 1901
- Er beginnt, seine Arbeiten mit "Picasso" zu
signieren.
- Zusammen mit einem Freund gibt er die
Zeitschrift "Arte Joven" heraus.
- 1901-1904
- In seiner "blauen Periode" entwickelt
Picasso seinen ersten eigenen Stil mit schwermütigen Figurenbildern,
die in verschiedenen Blautönen gehalten sind. In dieser Zeit beginnt
er auch, sich der Skulptur zuzuwenden ("Sitzende Frau").
- 1904
- Nach jährlichen Paris-Reisen zieht Picasso
endgültig in die französische Hauptstadt.
- Er lernt Fernande Olivier kennen, die seine
Geliebte und sein Modell wird.
- 1905-1907
- In seiner "rosa Periode" bevorzugt Picasso
Zirkusmotive in heiteren Farben, so in dem Gemälde "Die Gaukler".
Erste Radierungen und Kupferstiche sowie das Porträt von Gertrude
Stein (1874-1946) entstehen.
- 1908-1917
- Für den erneuten Stilwechsel sind vor allen
Dingen afrikanische Masken ausschlaggebend. Picasso bricht mit der
bisher geltenden Ästhetik und wird zusammen mit Georges Braque
(1882-1963) zum Begründer des Kubismus: Er bevorzugt zersplitterte
Formen und Farben. Das Gegenständliche wird in Werken wie "Frau mit
Gitarre" oder "Ma Jolie" in geometrische Formen aufgelöst, wobei sich
die Strukturen der Abstraktion nähern.
- 1911-1914
- Die ersten "papiers collés" (Klebebilder)
entstehen. In deren Folge führt Picasso fremde Materialien wie Sand,
Holz und Blech in seine Arbeiten ein.
- ab 1915
- Neben den kubistischen Arbeiten zeichnet
Picasso auch wieder realistische Porträts.
- 1917
- 18. Mai: Uraufführung des Balletts "Parade"
in Paris. Picasso fertigt für die Inszenierung das Bühnenbild und die
Kostüme. Das Libretto stammt von seinem Freund Jean Cocteau
(1889-1963), mit dem er auch später von Fall zu Fall zusammenarbeit.
Anläßlich der Aufführung lernt Picasso die Tänzerin Olga Koklowa
kennen.
- 1918
- Heirat mit Olga. Aus der Ehe geht ein Kind
hervor.
- ab 1919
- Picassos Malerei wird zunehmend
"klassizistischer". Er greift auf antike mythologische Vorbilder
zurück.
- 1924-1926
- Er arbeitet bevorzugt an großen
abstrahierenden Stilleben.
- 1925
- Picasso beteiligt sich mit dem Werk "Drei
Tänzer" an der ersten Ausstellung der Surrealisten in Paris. Der
Surrealismus
bietet ihm die Möglichkeit zur Verschlüsselung und zur mythologischen
Überhöhung psychischer Erfahrungen.
- 1927
- Bekanntschaft mit Marie-Thérèse Walter, die
seine Geliebte und sein Modell wird.
- Sein Werk ist nun von vorwiegend frei
figuralen Kompositionen geprägt.
- 1928/29
- Drahtplastiken und die erste Eisenskulptur
entstehen.
- 1934
- Angeregt durch eine Reise nach Spanien,
nimmt er die Thematik des Stierkampfes in seinem Werk auf.
- 1935
- Die Geburt seines Kindes aus der Beziehung
zu Marie-Thérèse führt zur Trennung von seiner Ehefrau.
- 1936
- Picasso nimmt den Direktorenposten
Prado-Museums in Madrid an.
- 1937
- Für den spanischen Pavillon auf der Pariser
Weltausstellung schafft Picasso das großformatige Anti-Kriegs-Bild
"Guernica", auf dem er die Zerstörung der Stadt im Spanischen
Bürgerkrieg darstellt.
- Freundschaft mit Dora Maar, die neben
Marie-Thérèse seine Geliebte und sein Modell wird.
- Die "New York Times" veröffentlicht eine
Erklärung Picassos, in der er für die Regierung der II. Republik in
Spanien eintritt.
- 1941
- Picasso schreibt die dadaistische Komödie
"Wie man Wünsche am Schwanz packt", die 1944 unter der Regie von
Albert Camus
privat aufgeführt wird.
- Er fertigt eine Skulptur von Dora Maars Kopf
an, die 1959 als Denkmal für Guillaume Apollinaire (1880-1918)
verwendet wird.
- Beitritt zur Kommunistischen Partei
Frankreichs.
- ab 1943
- Freundschaft mit Françoise Gilot. Aus dieser
Beziehung gehen zwei Kinder hervor.
- 1945
- Picasso wird Vorsitzender des
französisch-spanischen Hilfskomitees für republikanische Spanier.
- 1945-1949
- Neben der Malerei wird die Lithographie zu
einem weiteren Ausdrucksmittel, das seiner spontanen Zeichenweise
entgegenkommt.
- ab 1947
- Anfertigung von Keramiken.
- 1948
- Verleihung der "Médaille de Reconnaissance
Française" durch die französische Regierung.
- 1949
- Picassos Lithographie "Die Taube" wird für
das Plakat zum Friedenskongreß in Paris ausgewählt.
- 1952
- Er schreibt sein zweites Theaterstück und
beginnt mit der Arbeit an den Wandbildern "Der Krieg" und "Der
Frieden" für die Kapelle von Vallauris.
- Picasso und Henri Matisse (1869-1954)
unterschreiben einen Friedensaufruf.
- 1958
- Er erwirbt das Schloß Vauvenargues.
- 1961
- Heirat mit Jacqueline Roque.
- 1962-1965
- Betonskulpturen.
- 1963
- Eröffnung des Museo Picasso in Barcelona,
das später einen Großteil seines Nachlasses erhält.
- 1968
- Picasso fertigt die zwei großen Radierserien
"Maler und Modell" sowie "Die Liebenden".
- 1973
- 8. April: Pablo Picasso stirbt in Mougins
(bei Cannes). Er wird im Garten seines Schlosses beigesetzt.
- 1985
- Einweihung des Musée Picasso in Paris.
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