Edgar Degas 1834-1917
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| Frau beim Haarekämmen |
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1887-1890 |
Die Kunst von Edgar Degas vereint
klassische Stilelemente mit den Neuerungen des Impressionismus.
Edgar Degas frühe Jahre
Edgar Degas wurde in Paris als der Sohn eines
wohlhabenden Bankiers geboren. Er studierte an der berühmten École
des Beaux-Arts in Paris. Nach dem Abschluss seiner Studien ging er
nach Italien wo er 5 Jahre lang die alten Meister der Renaissaince
studierte und akribisch kopierte. Diese Kopien der alten Meister waren
schon damals ein Ausdruck des Strebens nach Perfektion, von der Degas
sein ganzes Leben lang besessen war.
Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr
1859 stellte Degas seine eigenen Werke während der ersten 5 Jahre zuerst
in den offiziellen Salons von Paris aus. Später schloss er sich
in lockerer Form den Impressionisten an und zeigte seine Werke von 1874
bis 1886 in deren Ausstellungen.
Themen und Stil
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| Auf der Rennbahn,
1869-1872 |
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Edgar Degas bevorzugte Themen waren Szenen aus
der Welt der Unterhaltung und später auch aus dem Leben der einfachen
Leute. Ballettänzer, Frauen bei der Morgentoilette und Pferderennen sind
die Themen, mit denen die Kunst von Edgar Degas assoziiert wird.
Im Gegensatz zu seinen Impressionisten Kollegen
arbeitete Degas lieber im Studio als im Freien. Er machte vor Ort
Skizzen und schuf das Bild später im Studio.
Toulouse_Lautrec,
der Degas sehr bewunderte, hatte den gleichen Arbeitsstil.
Japanische Farbholzschnitte
waren gegen Ende des 19.Jahrhunderts sehr populär und hatten die
französischen Impressionisten stark beeinflusst. Auch Edgar Degas
gehörte zu den Bewunderern von Japan Drucken. Und der Einfluss kann in
seinen Werken vor allem in der Verwendung grosser freier Flächen mit nur
einer Farbe nachempfunden werden.
Als Künstler war Edgar Degas zwischen
traditionellem Stil und dem modernen
Impressionismus
hin und hergerissen. Degas bewunderte den Maler Ingres und die grossen
italienischen Meister. Seine eigenen Kompositionen sind harmonisch und
folgen der Tradition der alten Meister. Was oft wie der spontane geniale
Einfall eines Augenblicks aussieht, war aber in Wirklichkeit das
intensiv ausgearbeitete Ergebnis eines klassischen Perfektionisten.
Von den Impressionisten hatte er gelernt wie
man Lichteffekte erzielt, die kühnen Farbkompositionen und wie man
Figuren in Bewegung zeigt. Und von den japanischen Meistern hatte er den
gekonnten Einsatz von Flächen gelernt.
Edgar Degas als Grafiker und Bildhauer
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| Stehender Akt |
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Lithograph, 1891-1892 |
Edgar Degas benutze eine grosse Vielfalt an
Medien und Techniken. Als er älter wurde, wendete er sich der
Bildhauerei, Kreidezeichnungen und Grafiken zu.
In seinem Perfektionsdrang wiederholte Edgar
Degas das gleiche Thema immer wieder aufs neue. Als er sich in den
neunziger Jahren auf die Grafik konzentrierte, drehten sich die Themen
um Frauenakte - entweder Frauen bei der Toilette oder Tänzerinnen. Edgar
Degas hatte in seinem Studio eine Sammlung an Dekorationsutensilien wie
zum Beispiel eine Badewanne, ein Sofa und ein Bett mit Vorhang, die in
seinen Werken als Hintergrundmotiv immer wieder auftauchen.
Während des Krieges mit Deutschland in den
Jahren 1870/1871 diente Degas in der französischen Armee. Die
medizinische Ursache ist nicht ganz klar, aber seit seiner Militärzeit
hatte er Probleme mit seinen Augen. Gegen Lebensende verschlechterte
sich seine Sehkraft mehr und mehr. Degas konnte keine Gemälde mehr malen
und verlegte sich deshalb auf die Bildhauerei. Er formte seine
Skulpturen mit Wachs und Ton. Bevorzugte Themen waren auch hier
Ballettänzer und Rennpferde.
Edgar Degas hatte in seinem Leben mehr als 2000
Ölgemälde und Kreidezeichnungen und ca. 150 Skulpturen geschaffen.
Das Musée d'Orsay in Paris, das im Jahr 1986 in einem früheren Bahnhof
eingeweiht wurde, beherbergt eine der grössten Sammlungen von
Kunstwerken von Edgar Degas.
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