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Manchmal, in
seltenen Stunden, spürst du auf einmal nahe am Herzen
am Schulterblatt schmerzlich die
Stelle, an der uns, wie man erzählt,
vor Zeiten ein Flügel bestimmt war, den
wir verloren.
Manchmal regt sich dann etwas in dir,
ein Verlangen, wie soll ich`s erklären,
ein unwiderstehliches Streben,
leichter und freier zu leben und dich
zu erheben und hoch über allem zu schweben.
Manchmal, nur einen Augenblick lang -
dann ist es vorbei - erkennst du dein wahres Gesicht,
du ahnst, wer du sein könntest und
solltest.
Dann ist es vorbei.
Und du bist, wie du bist.
Du tust, was zu tun ist.
Und du vergisst.
Lothar Zenetti |